Was ist, wenn mein Kinde nur spielen will?

Was gibt es Besseres? Entwicklungspsychologisch ist Spielen sehr wertvoll. Auf den Grundformen des Spiels: Rollenspiel, So-tun-als-ob, Spielen nach Regeln basieren alle weiteren Spiele im späteren Leben. Das Spielen ist für Kinder immer auch Lebensbewältigung, so Entwicklungspsychologe Rolf Oerter. Indem sie nachspielen, was ihnen passiert, kompensieren sie die eigene Ohnmacht.

Wer seine Kräfte und seine Fähigkeiten spielerisch mit anderen erprobt, gewinnt die nötige Flexibilität, um sich später in den verschiedensten Situationen zurechtzufinden. Spielen, sich messen, erforschen: Kinder sind noch Meister darin. Es lohnt sich auch für uns Erwachsene, das Spielen wieder zu lernen. Spielen ist nicht kindisch, sondern kreativ – oder um es mit den Worten Friedrich Schillers zu sagen: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

Quelle: Annette Schmaltz (NDR)

 

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