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Unsere Privatschule isst vegetarisch. Ausgewogene vegetarische Mahlzeiten decken alle Bedürfnisse hinsichtlich einer gesunden Ernährung ab. Gesundheitlich und vor allem auch ökologisch bietet eine vegetarische Ernährung einige Vorteile. Das ist uns wichtig.
Hochsensible Kinder haben eine intensive Wahrnehmung und reagieren oft stärker auf Reize wie
Lärm, Hektik oder soziale Spannungen. Oft reagieren sie auf kleinste Veränderungen in der Umgebung oder in der Klassengemeinschaft und benötigen mehr Rückzugsmöglichkeiten als andere Kinder. Gleichzeitig sind sie oft empathisch, kreativ und verfügen über eine außergewöhnliche Vorstellungskraft. Typischerweise sind sie perfektionistisch veranlagt, setzen sich selbst unter Druck, fürchten sich vor Fehlern
Ein sensibles Kind kann in einem ungeeigneten Umfeld schnell überlastet werden (siehe Artikel zu Reizüberflutung). Mit Verständnis und passenden Rahmenbedingungen können hochsensible Kinder jedoch ihr volles Potenzial entfalten. Kinder und im speziellen hochsensible Kinder, die sich unverstanden oder unsicher fühlen, neigen dazu, sich zurückzuziehen oder Vermeidungsstrategien zu entwickeln. Eine solche Entwicklung kann langfristig das Selbstbewusstsein und die Freude am Lernen beeinträchtigen.
Hochsensible Kinder können sich schnell überfordert fühlen, wenn es laut oder unruhig ist (siehe Artikel zu Reizüberflutung). Sie neigen zu Stress, ziehen sich zurück oder reagieren emotional stärker. Auch Perfektionismus und Ängste sind nicht selten. Dies kann zu körperlichen Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen), emotionalen Ausbrüchen oder Vermeidungsstrategien führen. Weitere Infos (Artikel zum Thema)
Hilfreich sind eine ruhige Lernumgebung, Rückzugsmöglichkeiten, klare Strukturen sowie eine feinfühlige und individuelle Begleitung. Wie alle Kinder, wollen sich auch hochsensible Kinder verstanden fühlen. Eine ausgewogene Balance aus Fordern und Unterstützen ist essenziell. Hochsensible Kinder brauchen Herausforderungen, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln, aber ebenso Pausen und Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten. Ein einfühlsames Schulumfeld gibt ihnen die Möglichkeit, sich sicher zu fühlen und ihre Stärken zu entfalten. Mehr Infos...
Es gibt vereinzelt Schulen mit besonderen Konzepten für hochsensible Kinder. Viele Eltern suchen aber vor allem Schulen, die kleine Klassen, individuelle Förderung und ein wertschätzendes Klima bieten. Als eine solche Schule freuen wir uns, an der Dandelion auch hochsensible Kinder begleiten zu dürfen.
Eltern können ihr Kind stärken, indem sie Verständnis zeigen, gemeinsam Bewältigungsstrategien entwickeln, offen mit der Schule kommunizieren und auf ausreichend Ruhezeiten achten. Klare Tagesstrukturen zuhause, Geduld und das Ernstnehmen ihrer Gefühle sind wichtige Bausteine für ein harmonisches Zusammenleben.
Hochbegabung zeigt sich oft durch eine schnelle Auffassungsgabe, ungewöhnlich tiefe Fragen, grosses Detailwissen oder starkes Interesse an komplexen Themen. Eine sichere Diagnose kann nur durch eine professionelle Testung erfolgen. Manchmal ist eine Hochbegabung nicht auf den ersten Blick sichtbar. Das kann verschiedene Gründe haben. Leider kann es auch daran liegen, dass sich beim Kind aufgrund der Hochbegabung bereits Schulfrust aufgebaut hat und es primär durch sein Verhalten auffällt.
Nein. Begabungsförderung sollte nicht primär auf die Vermittlung von komplexerem Stoff aufgebaut sein. Teilhochbegabte Kinder brauchen in erster Linie Unterstützung im Alltag: Sie müssen lernen, Aufträge genau zu verstehen und umzusetzen, Übungen auch dann durchzuhalten, wenn sie ihnen langweilig erscheinen, und ihre Arbeit zu strukturieren und zu Ende zu bringen. Dies insbesondere, da sie aufgrund ihrer Teilhochbegabung manchmal Grundlagenwissen oder unbequeme Themen umgehen. Natürlich sind zusätzliche Herausforderungen sinnvoll, aber das Wichtigste ist das Lernen zu lernen. Weitere Infos (ausführlicher Artikel)
Neben ihren Stärken stehen hochbegabte Kinder häufig vor sozialen Schwierigkeiten, einer geringen Frustrationstoleranz oder ungleich verteilten Leistungen. Manche glänzen in einem Fach, haben aber in anderen deutliche Probleme. Andere haben nicht gelernt, wie man lernt, weil es dazu bis zu einem bestimmten Punkt keinen Grund gab. Weitere Infos (ausführlicher Artikel)
Das liegt daran, dass sie oft schnell und intuitiv denken. Wiederholungen oder genaues Arbeiten erscheinen ihnen deshalb unnötig. Gerade in diesen Bereichen brauchen sie jedoch Training, damit sie Genauigkeit, Ausdauer und Verlässlichkeit entwickeln können. Dies werden sie ab einem bestimmten Punkt in ihrer schulischen oder beruflichen Karriere brauchen.
Ohne passende Förderung riskieren hochbegabte Kinder Langeweile, Unterforderung und Motivationsverlust. Das kann zu sozialen Auffälligkeiten oder zu innerem Rückzug führen. Gleichzeitig brauchen sie oft Unterstützung bei der Entwicklung von Fähigkeiten wie Frustrationstoleranz, Ausdauer und Verlässlichkeit. Begabtenförderung hilft, Talente zu entfalten und gleichzeitig soziale sowie emotionale Fähigkeiten zu stärken.
Hochbegabte sollten regelmässig Aufgaben bekommen, die nicht sofort lösbar sind. So lernen sie, mit Schwierigkeiten umzugehen. Es ist wichtig, Fehler als normalen Teil des Lernprozesses zu verstehen und kleine Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Erwachsene helfen, wenn sie auch von eigenen Anstrengungen berichten und zeigen, wie man Schritt für Schritt ans Ziel kommt.
Sie lernen es am besten, wenn grössere Aufgaben in kleinere Teilziele zerlegt werden. Sichtbare Fortschritte, zum Beispiel durch Checklisten oder Zwischenziele, helfen ihnen, motiviert zu bleiben. Klare Absprachen und feste Zeitrahmen geben zusätzliche Struktur. Am Ende einer Aufgabe ist es sinnvoll, gemeinsam zu reflektieren, was gut gelungen ist und was schwierig war.
Oft liegt es daran, dass ihnen vieles bisher leichtgefallen ist. Sobald sie auf
Aufgaben stossen, die nicht sofort lösbar sind, fehlen ihnen Routinen, wie man
systematisch weiterarbeitet. Deshalb ist es wichtig, gezielt Selbststeuerung,
Zeitmanagement und Ordnung zu üben.
Die richtige Balance ist entscheidend. Hochbegabte brauchen einerseits fachliche Herausforderungen, zum Beispiel Knobelaufgaben oder kreative Projekte. Andererseits müssen sie methodisch gefördert werden: Aufträge einhalten, sauber arbeiten und konzentriert bleiben. Beides zusammen – die Stärken würdigen und gleichzeitig Alltagsskills üben – ist der Schlüssel.
Zunächst ist es wichtig, die Wahrnehmung des Kindes ernst zu nehmen: „Ich sehe, dass dir das leichtfällt.“ Gleichzeitig sollte klar gemacht werden, dass auch Wiederholung und Übung dazugehören. Eine gute Lösung ist es, ab und zu im Sinne der Begabtenförderung zusätzliche Fragen oder Wahlaufgaben anzubieten – aber nicht jedes Mal, damit sie auch das Aushalten von Routine lernen.