Häufige Fragen (FAQs) 

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Allgemeine Fragen zur Schule

Welche Kinder besuchen die Privatschule Dandelion in Zürich? 

Unsere Kinder wollen lernen. Sie tun das gerne in einem wertschätzenden, ruhigen und strukturierten Umfeld. Sie gehen respektvoll miteinander um. Einige unser Schüler:innen sind zwar teilhochbegabt, haben aber ebenfalls Lernfelder - wie Auftragsgenauigkeit oder Ausweichen bei Herausforderungen. Andere sind fleissig und sozial stark, haben aber Mühe in Mathe oder mit dem Lesen. Auch für (hoch)sensible Kinder ist die Schule Dandelion ein beliebter Ort. Wichtig ist uns eine gute Mischung, damit wir mit- und voneinander lernen können. 

Habt ihr eine Sek A oder B in der Schule Dandelion?

Auch wir sind an die kantonal vorgegebene Differenzierung in A und B gebunden. In der Privatschule Dandelion in Zürich führen wir kombinierte A- und B-Klassen. Durchschnittlich lernt die Hälfte der Schülerinnen und Schüler im A und die andere im B.  Zwischen den beiden Abteilungen besteht eine Durchlässigkeit, sodass vom B ins A und umgekehrt gewechselt werden kann. In allen Hauptfächern bieten wir zwei Lernniveaus an (notfalls auch drei). Auf diese Weise kann jedes Kinder auf seinem Level lernen und optimal gefördert werden. Mehr zur Sek A und Sek B 

Hält sich die Privatschule Dandelion an den Lehrplan in Zürich?

Als Privatschule, sind wir verpflichtet, den Lehrplan einzuhalten. Im Sinne eines guten Anschlusses an weiterführende Schulen oder einem Schulwechsel ist das wichtig und sinnvoll. Entscheidend ist die Art und Weise wie die Schülerinnen und Schüler durch den Lehrplan geführt werden. In dieser Hinsicht haben wir als Privatschule in Zürich mit einer überschaubaren Klassengrösse klare Vorteile.

Hat es in der Schule Dandelion viele Schüler:innen mit ADHS?

Ein wichtige Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes in unsere Schule ist, dass alle unsere Schüler:innen ungestört und in einem positiven Umfeld lernen können. Das gilt auch für die Aufnahme von Kinder mit einer ADHS-Diagnose. Da die Arbeitsatmosphäre in unseren Klassen tendenziell entspannt, ruhig und der Ablauf gut strukturiert ist, können wir in gewissen Klassen Kinder mit ADHS integrieren, sofern Kind und Familie professionell begleitet werden. 

Welche Unterstützung gibt es zur Vorbereitung auf die Gymi-Prüfung?

Ab der 2. Sekundarklasse bieten wir zwei Gruppenlektionen pro Woche an, welche die Schülerinnen und Schüler auf die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium oder andere weiterführende Schulen vorbereitet. Eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an unserer der Gymi-Vorbereitung ist die Eigenmotivation der Schülerinnen und Schüler. Die Vorbereitungsunterlagen werden zum grössten Teil selbständig zu Hause bearbeitet.

Wie geht ihr an der Privatschule Dandelion mit Mobbing um?

Wir wehren den Anfängen! Das bedeutet, wir haben eine Nulltoleranz für Mobbing und pflegen einen offenen Umgang miteinander. Respektloses Verhalten wird weder durch die Schülerinnen und Schüler, noch durch die Lehrpersonen geduldet. Damit entsteht eine Kultur in der Irritationen zeitnah sichtbar und miteinander gelöst werden. Bei allfällige Zwischenfällen prüfen die Lehrpersonen gemeinsam mit den beteiligten Kindern, welche Schritte notwendig sind, um die Situation zu klären und daraus zu lernen. Mobbing hat bei uns keine Chance.

Gibt es Klassenlager an der Privatschule Dandelion?

In der Mittel- & Oberstufe machen wir jedes Jahr ein Lager. Wir achten darauf, dass die Mehrkosten in einem guten Rahmen bleiben. In der Unterstufe gibt es eine Übernachtung in der Schule. In der Oberstufe bieten wir zudem jährlich eine freiwillige Sprachreise nach Brighton oder in eine andere englischsprachige Destination an. 

Zum Abschluss der 9. Klasse macht die jeweilige Klasse eine Abschlussreise. In der Regel sind das mehrtätige Ausflüge eine europäische Metropole. 

Wieso gibt es in einer Privatschule wie eurer Hausaufgaben?

Wir sind der Überzeugung, dass Hausaufgaben einen zu schlechten Ruf haben. Richtig eingesetzt und gut eingeführt, bieten sie einen Mehrwert. Sie sind einerseits ein wichtiges Bindeglied zum Elternhaus und andererseits eine relevante Erfahrung für die weitere Schulzeit. Selbständig eine Aufgabe erledigen zu können ist eine wichtige Fähigkeit, welche sich insbesondere mit Hausaufgaben gut üben lässt. Wir bauen die Hausaufgaben gut auf, halten sie in gesundem Mass und bieten in der Schule Hausaufgabenstunden an. 

Macht ihr auch Prüfungen und wieso?

Ja. Auch wir machen Prüfungen. Wir führen sie schrittweise ein. In der Unterstufe gibt es ab der dritten Klasse Lernkontrollen ohne Noten für beide Seiten (Habe ich richtig gelernt? Hat der Lehrer richtig erklärt?). Ab der Mittelstufe geht es darum, abschätzen zu lernen, welchen Aufwand es für welchen Ertrag benötigt. Prüfungen sind ein Lernwerkzeug. Wir lernen, damit positiv umzugehen, um es sinnvoll für den Lernprozess zu nutzen. 

Wieso gibt es bei euch vegetarisches Essen?

Unsere Privatschule isst vegetarisch. Ausgewogene vegetarische Mahlzeiten decken alle Bedürfnisse hinsichtlich einer gesunden Ernährung ab. Gesundheitlich und vor allem auch ökologisch bietet eine vegetarische Ernährung einige Vorteile. Das ist uns wichtig.  Wir achten auf Intoleranzen und haben ein tolles Küchenteam, das sich mit ganzem Herzen um alle Bedürfnisse kümmert.

Häufige Fragen zur Hochsensibilität im Schulumfeld

Woran erkenne ich, dass mein Kind hochsensibel ist?

Hochsensible Kinder haben eine intensive Wahrnehmung und reagieren oft stärker auf Reize wie Lärm, Hektik oder soziale Spannungen. Oft reagieren sie auf kleinste Veränderungen in der Umgebung oder in der Klassengemeinschaft und benötigen mehr Rückzugsmöglichkeiten als andere Kinder. Gleichzeitig sind sie oft empathisch, kreativ und verfügen über eine außergewöhnliche Vorstellungskraft. Typischerweise sind sie perfektionistisch veranlagt, setzen sich selbst unter Druck, fürchten sich vor Fehlern. Das kann bereits im frühen Schulalter dazu führen, dass sie sich vor neuen Aufgaben scheuen oder sich selbst blockieren. Mehr Infos...

Warum ist Rücksichtnahme auf Hochsensibilität wichtig?

Ein sensibles Kind kann in einem ungeeigneten Umfeld schnell überlastet werden (siehe Artikel zu Reizüberflutung). Mit Verständnis und passenden Rahmenbedingungen können hochsensible Kinder jedoch ihr volles Potenzial entfalten. Kinder und im speziellen hochsensible Kinder, die sich unverstanden oder unsicher fühlen, neigen dazu, sich zurückzuziehen oder Vermeidungsstrategien zu entwickeln. Eine solche Entwicklung kann langfristig das Selbstbewusstsein und die Freude am Lernen beeinträchtigen.

Welche Herausforderungen haben hochsensible Kinder in der Schule?

Hochsensible Kinder können sich schnell überfordert fühlen, wenn es laut oder unruhig ist (siehe Artikel zu Reizüberflutung). Sie neigen zu Stress, ziehen sich zurück oder reagieren emotional stärker.  Auch Perfektionismus und Ängste sind nicht selten. Dies kann zu körperlichen Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen), emotionalen Ausbrüchen oder Vermeidungsstrategien führen. Weitere Infos (Artikel zum Thema)

Wie können Schulen hochsensible Kinder unterstützen?

Hilfreich sind eine ruhige Lernumgebung, Rückzugsmöglichkeiten, klare Strukturen sowie eine feinfühlige und individuelle Begleitung. Wie alle Kinder, wollen sich auch hochsensible Kinder verstanden fühlen. Eine ausgewogene Balance aus Fordern und Unterstützen ist essenziell. Hochsensible Kinder brauchen Herausforderungen, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln, aber ebenso Pausen und Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten. Ein einfühlsames Schulumfeld gibt ihnen die Möglichkeit, sich sicher zu fühlen und ihre Stärken zu entfalten. Mehr Infos...

Gibt es spezielle Schulen für hochsensible Kinder?

Es gibt vereinzelt Schulen mit besonderen Konzepten für hochsensible Kinder.  Viele Eltern suchen aber vor allem Schulen, die kleine Klassen, individuelle Förderung und ein wertschätzendes Klima bieten. Als eine solche Schule freuen wir uns, an der Dandelion auch hochsensible Kinder  begleiten zu dürfen.

Was können Eltern hochsensibler Kinder tun?

Eltern können ihr Kind stärken, indem sie Verständnis zeigen, gemeinsam Bewältigungsstrategien entwickeln, offen mit der Schule kommunizieren und auf ausreichend Ruhezeiten achten. Klare Tagesstrukturen zuhause, Geduld und das Ernstnehmen ihrer Gefühle sind wichtige Bausteine für ein harmonisches Zusammenleben.

Häufige Fragen zu Hochbegabung, Teilhochbegabung und Begabtenförderung

Woran erkenne ich, ob mein Kind hochbegabt ist?

Hochbegabung zeigt sich oft durch eine schnelle Auffassungsgabe, ungewöhnlich tiefe Fragen, grosses Detailwissen oder starkes Interesse an komplexen Themen. Eine sichere Diagnose kann nur durch eine professionelle Testung erfolgen. Manchmal ist eine Hochbegabung nicht auf den ersten Blick sichtbar. Das kann verschiedene Gründe haben. Leider kann es auch daran liegen, dass sich beim Kind aufgrund der Hochbegabung bereits Schulfrust aufgebaut hat und es primär durch sein Verhalten auffällt.

Brauchen teilhochbegabte Kinder immer zusätzlichen Stoff?

Nein. Begabungsförderung sollte nicht primär auf die Vermittlung von komplexerem Stoff aufgebaut sein. Teilhochbegabte Kinder brauchen in erster Linie Unterstützung im Alltag: Sie müssen lernen, Aufträge genau zu verstehen und umzusetzen, Übungen auch dann durchzuhalten, wenn sie ihnen langweilig erscheinen, und ihre Arbeit zu strukturieren und zu Ende zu bringen. Dies insbesondere, da sie aufgrund ihrer Teilhochbegabung manchmal Grundlagenwissen oder unbequeme Themen umgehen. Natürlich sind zusätzliche Herausforderungen sinnvoll, aber das Wichtigste ist das Lernen zu lernen. Weitere Infos (ausführlicher Artikel)

Welche Herausforderungen haben hochbegabte Kinder in der Schule?

Neben ihren Stärken stehen hochbegabte Kinder häufig vor sozialen Schwierigkeiten, einer geringen Frustrationstoleranz oder ungleich verteilten Leistungen. Manche glänzen in einem Fach, haben aber in anderen deutliche Probleme. Andere haben nicht gelernt, wie man lernt, weil es dazu bis zu einem bestimmten Punkt keinen Grund gab. Weitere Infos (ausführlicher Artikel)

Warum bereiten Routine-Aufgaben hochbegabte Kinder Mühe?

Das liegt daran, dass sie oft schnell und intuitiv denken. Wiederholungen oder genaues Arbeiten erscheinen ihnen deshalb unnötig. Gerade in diesen Bereichen brauchen sie jedoch Training, damit sie Genauigkeit, Ausdauer und Verlässlichkeit entwickeln können. Dies werden sie ab einem bestimmten Punkt in ihrer schulischen oder beruflichen Karriere brauchen.

Warum ist Begabtenförderung so wichtig?

Ohne passende Förderung riskieren hochbegabte Kinder Langeweile, Unterforderung und Motivationsverlust. Das kann zu sozialen Auffälligkeiten oder zu innerem Rückzug führen. Gleichzeitig brauchen sie oft Unterstützung bei der Entwicklung von Fähigkeiten wie Frustrationstoleranz, Ausdauer und Verlässlichkeit. Begabtenförderung hilft, Talente zu entfalten und gleichzeitig soziale sowie emotionale Fähigkeiten zu stärken.

Wie kann man Frustrationstoleranz fördern?

Hochbegabte sollten regelmässig Aufgaben bekommen, die nicht sofort lösbar sind. So lernen sie, mit Schwierigkeiten umzugehen. Es ist wichtig, Fehler als normalen Teil des Lernprozesses zu verstehen und kleine Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Erwachsene helfen, wenn sie auch von eigenen Anstrengungen berichten und zeigen, wie man Schritt für Schritt ans Ziel kommt.

Wie lernen hochbegabte Kinder, dranzubleiben?

Sie lernen es am besten, wenn grössere Aufgaben in kleinere Teilziele zerlegt werden. Sichtbare Fortschritte, zum Beispiel durch Checklisten oder Zwischenziele, helfen ihnen, motiviert zu bleiben. Klare Absprachen und feste Zeitrahmen geben zusätzliche Struktur. Am Ende einer Aufgabe ist es sinnvoll, gemeinsam zu reflektieren, was gut gelungen ist und was schwierig war.

Warum wirken manche hochbegabte Kinder unselbstständig?


Oft liegt es daran, dass ihnen vieles bisher leichtgefallen ist. Sobald sie auf Aufgaben stossen, die nicht sofort lösbar sind, fehlen ihnen Routinen, wie man systematisch weiterarbeitet. Deshalb ist es wichtig, gezielt Selbststeuerung, Zeitmanagement und Ordnung zu üben.

Wie kann man sie im Alltag fordern, ohne sie zu überlasten?

Die richtige Balance ist entscheidend. Hochbegabte brauchen einerseits fachliche Herausforderungen, zum Beispiel Knobelaufgaben oder kreative Projekte. Andererseits müssen sie methodisch gefördert werden: Aufträge einhalten, sauber arbeiten und konzentriert bleiben. Beides zusammen – die Stärken würdigen und gleichzeitig Alltagsskills üben – ist der Schlüssel.

Wie geht man mit Langeweile um?

Zunächst ist es wichtig, die Wahrnehmung des Kindes ernst zu nehmen: „Ich sehe, dass dir das leichtfällt.“ Gleichzeitig sollte klar gemacht werden, dass auch Wiederholung und Übung dazugehören. Eine gute Lösung ist es, ab und zu im Sinne der Begabtenförderung zusätzliche Fragen oder Wahlaufgaben anzubieten – aber nicht jedes Mal, damit sie auch das Aushalten von Routine lernen.